Kräuterernte

Es ist die Zeit, in der die Kräuter zu blühen beginnen und deshalb das meiste Aroma enthalten – Es ist Erntezeit. Doch oftmals kann man von der Ausbeute gar nicht alles verwenden. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten schon jetzt vorzusorgen für das ganze Jahr.

kräuter

Eingefrieren

Diese Methode eignet sich vor allem für leichtblättrige Kräuter, zum Beispiel Petersilie, Kerbel, Schnittlauch, etc. Ich schneide dafür einfach die Kräuter klein und fülle sie entweder portionsgerecht in Eiswürfelformen (da gibt es ja auch schon aus Edelstahl) oder packe sie in ein kleines Gläschen und ab damit in die Gefriere. (Mein Beitrag zum plastikfreien Einfrieren verlinke ich nochmal HIER)

Einlegen in Öl

Hierfür eignen sich vor allem feste mediterrane Kräuter, also Thymian, Salbei, Rosmarin oder Oregano. Und auch mit den Ölen kann experimentiert werden. Geschmacksneutrale Öle wie Raps- oder Sonnenblumenöl heben den Kräutergeschmack in den Vordergrund, Oliven- oder Walnussöl behalten ihren Eigengeschmack. Einfach etwas Kräuter in eine Flasche Öl geben (am besten ohne das Plastikausgieserle oben, weil ja vor allem Fett die Weichmacher löst) und circa eine Woche ziehen lassen. Ich mische auch gerne mal noch Knoblauch oder Chilis mit ins Öl. Macht sich ganz toll auf einer selbst gemachten Pizza.

Kräuteressig

Kräuteröl und -essig bringe ich auch gerne als kleine Präsente mit. Wie für das Öl ein kleines Büschelchen Kräuter (Basilikum, Dill, Kresse, Estragon, Kerbel) sehr sauber gewaschen in eine Flasche Essig packen und ziehen lassen. Auch hier kann natürlich mit Kräutern und verschiedenen Sorten Essig experimentiert werden.

Trocknen

Außerdem trockne ich Kräuter gerne. Sollte in nächster Zeit mal wieder die Sonne rauskommen, kann man die grob zerkleinerten Kräuter schön draußen trocknen lassen. Bei den momentanen Witterungsbedingungen entweder locker ausgebreitet lufttrocknen lassen oder bei 50° Heißluft im Ofen trocknen. Dabei sollte aber unbedingt ein Kochlöffel die Ofentüre aufhalten, damit die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn die Kräuter rascheln, können sie luftdicht in ein Glas gepackt und bis zur Verwendung aufbewahrt werden. Geeignet sind sämtliche Kräuter. Bei mir gibt es eine Mischung für meinen Erste-Hilfe-Erkältungstee, da muss dann nur noch Ingwer mit rein und eine Mischung Kräuter der Provence (Bohnenkraut, Liebstöckel, Rosmarin, Thymian, Salbei), die dann in meiner Kräutermühle landet und nach Belieben mein Essen verfeinern kann.

Kräutersalze

Absolut ein Muss für jeden, der gerne kocht. Ich liebe das Kräutersalz. Es ist zwar die Methode, die Kräuter am kürzesten konserviert, aber es hält bei mir leider eh nie so lange. Gemacht wird’s folgendermaßen: ca. 100g Kräuter sehr fein wiegen und mit einem gehäuftem Esslöffel Salz mischen. Hierfür eignen sich wirklich alle Kräuter. Was allerdings bedacht werden sollte, ist die Verwendung der Kräuter in der Küche. Deshalb mische ich für meine Kräutersalze gerne entweder Kräuter, die mitgekocht werden möchten (Oregano, Thymian, Rosmarin) oder solche, die eben erst beim Anrichten mit auf das Essen gegeben werden wollen (Petersilie, Dill, Schnittlauch). Dementsprechend sollte dann natürlich auch das Salz verwendet werden.

Habt ihr noch mehr Ideen, was alles Tolles angestellt werden kann mit den eigenen Kräutern?


Dieser Beitrag wandert auch mal wieder auf die nachhaltige Blogparade {EiNaB}.

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Zero-Waste Supermärkte

Weil ich gerade mal wieder darauf gestoßen wurde und darüber erfahren durfte, dass es demnächst auch in Augsburg einen Unverpackt-Laden geben soll, wollte ich euch alle an meiner Freude teilhaben lassen. Hier findet ihr den Link von Ze.tt, der eine schöne Übersicht über zero-waste Märkte bietet und für alle aus Augsburg packe ich auch gleich mal direkt den link zu rutanatur dazu. Ich bin voller Euphorie und freue mich schon auf die Eröffnung.

Zero-Waste Creme fraîche

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Wie bereits in meinem letzten Beitrag angekündigt, habe ich diese Woche Creme fraîche selbst hergestellt.

Dass es diese absolut nicht ohne Pfand zu kaufen gab, war mir schon lange ein Dorn im Auge. Aber – wie ein guter Freund von mir gerne sagt – „Darfsch kei‘ Depp sein!“ Und dank des Internets und vieler anderer toller Blogs bin ich innerhalb von Minuten auf die Lösungsformel gestoßen:

100g Sahne + 1 EL Buttermilch = Creme fraîche

So leicht! Beides bekommt man in Glasflaschen, sogar als Pfandflasche. Für die Buttermilch musste ich zwar extra in einen Biosupermarkt, den Rest werde ich aber eingefrieren und habe damit immer welche auf Vorrat.

Zur Zubereitung: Auf jeweils 100g Sahne kommt ein Esslöffel der Buttermilch. Dann einfach noch verrühren und an einem schön gleichmäßig warmen Ort stehen lassen. Je nach Temperatur dauert der Eindickungsprozess ein wenig und man sollte der Creme seine Zeit geben. Wie meistens muss man auch hier ein wenig Organisationstalent haben und ein bisschen im Voraus planen. Ich betone das deshalb so, weil ich meiner Creme fraîche leider etwas zu wenig Zeit gelassen habe und sie nach schon 15 Stunden in den Kühlschrank geräumt habe. Ich wollte sie einfach nicht auf dem Esstisch stehen lassen, bis ich aus der Arbeit wieder komme. Hätte ich aber wohl besser sollen, so ist sie leider noch etwas flüssig und während sie wohl normalerweise im Kühlschrank noch nachdickt, dickt meine Creme fraîche nur wenig nach.

Trotzdem habe ich gestern meine Kürbissuppe damit verfeinert und sie war köstlich! Viel besser als die fertig gekaufte.

Plastikfrei einfrieren

Ich friere gerne ein. Alles, was ich nicht auf einmal verputzen kann, Gemüsereste und sogar manchen Biomüll (Schalen von allem möglichem -nur nicht von Kartoffeln- und Petersilienstiele zum Beispiel) friere ich ein, um dann später daraus einen Fond zu ziehen. Und obwohl das viele nicht wissen, ist dazu kein Plastik notwendig.

Gemüse in Stücken kann einfach so in ein Glas, das auch zum Einwecken verwendet werden könnte, gefüllt werden und ins Gefrierfach gegeben werden. Nur Auftauen sollte man das Gefriergut nicht zu schnell, da kann das Glas dann platzen, aber geschnittenes Gemüse dehnt sich nicht viel aus beim Einfrieren und kann dieses Bisschen aber in die natürlich vorhandenen Luftlöcher, die beim losen Einfüllen entstehen, tun.

Vorsichtiger muss man bei flüssigem Gefriergut sein. Da sollte man maximal 2/3 des Glases befüllen und am besten ein Glas mit einem möglichst großen Durchmesser benutzen. Also lieber klein und dick als lang und schlank und auch hier dem Eingefrorenen beim Auftauen Zeit lassen, dann wird alles Gut.

Beachtet man diese beiden wirklich nicht schwierigen Dinge, kann plastikfrei eingefroren werden was das Zeug hält und es muss noch weniger weggeworfen werden, da Reste in die Gefriere wandern.