Vegetarische Maultaschen

Heute wieder ein Beitrag aus der Reihe „selbst gemacht, statt in Plastik gekauft“. Ich hatte letztens spontan unglaublich Lust auf Maultaschen. Und ich muss gestehen, dass ich nicht fanatisch genug bin, um mir diese Gelüste dann zu verbieten. Also bin ich los, habe welche gekauft, gegessen und mich unglaublich geärgert, dass jetzt doch wieder die Plastikverpackung davon in meiner Plastikmüllkiste gelandet ist. Und so entstand die Idee, mir einen Sonntag richtig Zeit zu nehmen und eine große Portion Maultaschen zu machen, so viele, dass ich auch noch einfrieren kann und immer auf Vorrat zu haben.

maultaschen

Ein Rezept dafür habe ich leider nicht, also bin ich mehr intuitiv vorgegangen. Der Teig ist ein klassischer Nudelteig aus

  • 300g Mehl
  • 100g Hartweizengries
  • 2 Prisen Salz
  • 4 Eier
  • 2 EL Rapsöl

Diese Zutaten werden so lange geknetet, bis ein homogener Teig entsteht. Dann sollte der Teig mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen. In der Zwischenzeit kann aus

  • 400g Karotten
  • 400g Lauch
  • 400g Sellerie
  • 1 Bund Petersilie
  • etwas Liebstöckel
  • Salz

eine Suppe gekocht werden. Ich habe das Gemüse dazu fein gehobelt und alles zusammen in meinem Schnellkochtopf mit Wasser übergossen und 20 Minuten gekocht. Danach das Gemüse durch ein Geschirrtuch abseihen, die Brühe dabei auffangen. Alles auskühlen lassen, damit die zukünftige Füllung im Tuch ausgewrungen werden kann. Es sollte so viel Flüssigkeit wie möglich ausgedrückt werden. Dazu kommen dann

  • 1 Bund Petersilie, klein gehackt
  • 2-3 alte Semmeln, klein geschnitten
  • 4 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • 2 EL Joghurt

Die Füllung ordentlich durchkneten. Den Teig hauchdünn ausrollen. Es sollte entweder die Arbeitsfläche zu sehen sein, oder Teig löst sich, wenn man leicht darunter pustet von der Arbeitsfläche. Diesen Teig dann in Quadrate schneiden und den oberen Rand und die Seitenränder mit Wasser oder Eiweiß als Kleber bestreichen. Den nicht bepinselten Teig mit Füllung bestreichen und die Maultaschen in Richtung des oberen Endes aufrollen. Ähnlich wie bei Ravioli die Seitenränder mit einer Gabel andrücken. Dann nur noch portionsweise in der entstandenen Brühe 10 Minuten köcheln lassen. Die entstandenen Maultaschen können entweder gleich gegessen, später nochmal gebraten oder auf Vorrat eingefroren werden.

Ich habe gleich mehrere eingefroren. Die angegebene Menge reicht in unserem zwei Personen Haushalt für etwa vier Mahlzeiten. Gleich mehr machen rentiert sich auf jeden Fall, da es zugegebenermaßen ein tagesfüllendes Programm ist. Ich war gestern gut beschäftigt und werde es auch morgen noch einmal sein, da ich beim Teig die doppelte Menge gemacht habe und deshalb noch die Hälfte in meinem Kühlschrank darauf wartet weiter verarbeitet zu werden. Mit Nudelmaschine wäre es bestimmt schneller gegangen, habe ich aber leider nicht.

Ohne mich selbst loben zu wollen, der Aufwand war’s so was von Wert. Kein Vergleich zu den gekauften Maultaschen. Man schmeckt jede Zutat und auch der Teig schmeckt nicht so künstlich. Ich bin ein wenig stolz und hoffe, ich konnte damit den einen oder anderen dazu inspirieren, etwas selbst zu machen, anstatt es in Plastik zu kaufen.

 

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