Meine Deo-Creme

Wie ich ja bereits gestern schon erwähnt habe, muss ich in meinem Bad einiges erneuern. Mein Deo-Creme ist zum Beispiel auch leer und da ich noch nie darüber geschrieben habe, wie ich meine mache, habe ich mir gedacht, es ist mal an der Zeit dafür.

Im Prinzip benutze ich eine Rezeptur, die im Internet sehr präsent ist:

  • 2 El Kokosöl – hat hautpflegende Eigenschaften
  • 1 El Natron – mindert Gerüche und wurde schon von Oma als Zaubermittel gebraucht
  • 1 El Stärke – soll die Transpiration einschränken

Die Mengenverhältnisse strecke ich natürlich immer. Aber ich mache einen weiteren Unterschied. Ich benutze zusätzlich Salbei, da Salbei nicht nur antibakteriell, sondern auch schweißhemmend ist. Perfekt für ein Deo also. Normalerweise macht man sich die schweißhemmende Wirkung mit innerlicher Anwendung zu Nutzen und trinkt Tee. Aber ich habe mir gedacht, es kann ja auch äußerlich nicht schaden. Deshalb zupfe ich einen Salbeizweig auf 4 EL Kokosöl in große Stücke (ich will sie ja nachher wieder raus bekommen), gebe es zusammen in eine Schüssel und stelle es auf die Heizung. (Eine sehr gute Idee, die ich vor kurzem von Ica übernommen habe. Ich habe bis jetzt immer alles im Wasserbad geschmolzen und darauf etwas stehen lassen. Die Heizung ist aber hundertmal praktischer und ressourcenschonender!)

diy deo

Da lasse ich es dann gut einen Tag stehen, fische den Salbei raus und mische es am Abend mit der Stärke und dem Natron. Anschließend kommt es in ein Glas und ist schon fertig. So kann es jeden Morgen unter die Achseln gerieben werden. Den Salbei riecht man nicht, ich kann auch nicht wissenschaftlich belegen, dass er wirklich hilft. Ich bilde es mir zumindest ein – und manchmal versetzt der Glaube ja Berge. Das ist auf jeden Fall erwiesen 😉

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Selbstgemachtes Haarwachs

Diese Woche habe ich zum Glück ein wenig Zeit, in meinem Badezimmer geht nämlich so allerhand zu neige und muss ersetzt werden. Es wird immer plastikfreier! Shampoo ist schon lange ersetzt, zum Abschminken benutze ich mitterweile einen schönen weichen Waschlappen und brauche deshalb keine Wattepads mehr. Bodylotion benutze ich einfach gar nicht mehr. Ich habe sie mir zwar zu Beginn aus aromatisiertem Öl und Aloe Vera-Gel selbst gemacht, aber auch das Gel ist immer in einer Tube verpackt und das hat mir dann auch keinen Spaß gemacht. Außerdem ist es für die Haut meistens sowieso besser, ihr Zeit zu geben, sich selbst nachzufetten. Das ist zwar erstmal eine Umstellung und mir kam meine Haut vor allem an den Beinen unglaublich trocken vor. Aber jetzt benutze ich schon seit mehr als einem halben Jahr keine Bodylotion mehr und muss sagen, ich vermisse sie gar nicht. So wenig, dass mir erst letztens mal aufgefallen ist, dass ich gar keine habe. Da hat mich nämlich ein Freund der hier übernachtet hat, gefragt, ob er sich meine Lotion ausleihen darf und da ist mir gekommen, dass ich mir einfach keine mehr gemacht habe.

Wenn ich mich aber so umsehe in meinem Bad, dann finde ich immer noch genügend Plastik: Meine Zahnbürste (aber die wird dank der Plastikfreien Zone bald ausgetauscht), meine Zahnpasta (da waren mir die Alternativen dort zu teuer – doch ein wenig Schwabe in mir), meine Schminke (da hab ich zwar ein Buch zum selber machen, aber die Zutaten sind so fancy, dass ich dann auch wieder nicht weiß, was es ist und ob ich es plastikfrei bekomme; da muss ich mal ein größeres Projekt draus machen) und eben bist jetzt auch das Haarwachs, das mein Freund und ich gemeinsam benutzen.

Beim letzen großen Einkauf bin ich gerade noch dazwischen gegrätscht, bevor ein fertiges Plastik-Wachs im Wagen landen konnte.

Wir hatten immer ein Kokoshaarwachs, groß bedruckt mit: enthält echtes Kokosöl! Da hab ich mir gedacht, wenn’s Kokosöl enthält, dann kann’s doch nicht so schwer sein selbst zu machen. Nach google-Recherche habe ich dann erfahren, dass für die Stabilität Bienenwachs gut ist und für trockenes Haar Shea-Butter. Alles Zutaten, die ich in Glas oder ganz ohne Verpackung bekommen kann. Deshalb habe ich jetzt fürs erste mal folgende Rezeptur versucht:

  • 35g Kokosöl (bitte wirklich darauf achten, dass es Kokosöl ist und nicht Palmöl!!)
  • 10g Shea-Butter
  • 12g Bienenwachs

Alle Zutaten über dem Wasserbad schmelzen lassen und ordentlich verrühren. Die Masse dann in einen Glasbehälter füllen und ohne Deckel auskühlen lassen.

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Wir werden jetzt diese Rezeptur mal hinsichtlich unserer Bedürfnisse testen. Für mich soll’s schön glänzen, mein Freund wünscht sich Halt. Sollte mein DIY-Haarwachs diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, dann werde ich das Mischverhältnis anpassen und es euch wissen lassen.

Zeigt her eure Strümpfe…

Als gestern Abend mal wieder Freunde bei uns waren, ist mir aufgefallen, wie laut unsere Stühle über den Boden kratzen. Leider wohnen wir in einem Mehrparteienhaus und ich will mir nicht vorstellen, wie das unter uns klang, als im Minutentakt Stühle verschoben wurden. Außerdem haben wir einen schönen neuen Parkettboden, den ich natürlich auch schützen möchte. Jetzt sind natürlich Filzgleiter keine Alternative. Sind in Plastik verpackt und wenn man ehrlich ist, dann bringen sie eh nichts, weil sie immer verrutschen und dann nur Dreck hinterlassen. Deshalb haben meine Stühle jetzt Socken bekommen:
2016-03-01 13.18.35_wmIch konnte dafür toll meine Wollreste verwenden und find’s auch hübsch.

Ich habe dafür einen Maschenring mit 8 Maschen angeschlagen und diesen mit einer Kettmasche geschlossen. In der zweiten Reihe habe ich in jede Masche zwei feste Maschen gehäkelt. Danach hatte mein Häkelring die Größe meines Stuhlbeins. Bei dickeren Beinen kann man noch einen weiteren Ring häkeln, indem man in jede zweite Masche verdoppelt. Ist der Bodenring groß genug, schließt man ihn natürlich wieder mit einer Kettmasche und sticht in der folgenden Runde nur in den oben liegenden Faden der Maschen ein und häkelt in jede Masche ein halbes Stäbchen. Dadurch entsteht der Knick und anschließend die Schlauchform. Farben und die Länge des Schlauchs kann nach Belieben gestaltet werden.

 


 

Diesen Beitrag verlinke ich auch wieder auf der grünen Blogparade {EiNaB}

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Plastikfreie Zone in München

Heute habe ich es tatsächlich geschafft und mich mit meinem Freund in den Zug gesetzt und wir sind nach München in die Plastikfreie Zone gefahren. TOLL! Ich bin so traurig, dass es nichts vergleichbares in meiner näheren Nähe gibt. Trotzdem konnte ich aber durch diesen Laden einige meiner Probleme lösen und habe sogar gesehen, dass es jeden ersten Mittwoch im Monat den plastikfreien Mittwoch gibt, an dem man sich im Laden zu bestimmten Themen austauschen kann. Wenn ich es einrichten kann, dann werde ich da definitv mal hinfahren.

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Jetzt versuche ich ja schon eine ganze Weile ohne Plastik zu leben und die ersten Schritte sind leicht und ermutigen zum Weitermachen:

Kein Trinken mehr in Plastikflaschen kaufen – Leicht!

Statt Shampoo Seife verwenden – Kurze Umstellung, aber trotzdem Easy!

Jogurt und andere Milchprodukte in Glasflaschen kaufen – Da wird’s schon schwerer, schließlich gibt es ja nicht alles in Glas. Creme fraîche zum Beispiel nicht.

Und so nach und nach komme ich jetzt mittlerweile an Punkte, die mir zwar nicht unbedingt Grenzen aufzeigen, aber bei denen ich dann doch ins Grübeln komme.

Käse ist so ein Punkt. Es ist zwar kein Problem, den Käse plastikfrei zu kaufen, aber er kostet das Doppelte. Kaufe ich einen einfachen Gouda im Supermarkt im Käseregal eingeschweist, dann bekomme ich 500g für 3€. Im gleichen Markt zahle ich ebenso für Gouda an der Käsetheke für 500g fast 6€. Das lässt mich dann schon immer darüber nachdenken, wie viel mir mein plastikfreies Leben wert ist. Eben diese Frage habe ich erst letzte Woche mit meinem Freund diskutiert und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir uns den Käse von der Theke durchaus leisten können, aber vielleicht nicht 500g pro Woche essen sollten.

Weitere einkaufstechnische Problemfälle sind Hülsenfrüchte, Damenhygieneartikel, Zahnputzartikel und Klopapier. Für all das gibt es eine Lösung, wie mir heute aufgezeigt wurde und ich werde sie jetzt wieder Schritt für Schritt in mein Leben integrieren. Als letzes wahrscheinlich die Hülsenfrüchte, weil das auch gleichzeitig die teuerste Lösung ist.

Die Lösungen habe ich in der Plastikfreien Zone in München gefunden. Ein kleiner Laden, der neben netten Gadgets die einen Plastik sparen lassen, auch Gewürze, Nudeln und Hülsenfrüchte lose verkaufen.

Eines meiner Probleme ist, wie ich ja auch letzte Woche schon mal festgestellt habe, das Klopapier. Ich meine mich noch erinnern zu können, dass es früher im Supermarkt die Rollen einfach in Papier zu kaufen gab. Warum denn jetzt nicht mehr? Papiertaschentücher, auch wenn sie aus dem Kartonspender kommen, stellen keine Alternative da, da sie miteinander verklebt sind und aufgrund der Kleber und chemischen Bleichen nicht im Abwasser landen sollten. Nach München bin ich heute vor allem also wegen Klopapier gefahren. Im Internet habe ich schon gelesen, dass die Plastikfreie Zone dieses „Wunderpapier“ verkauft. Ich muss zugeben, ich war ersteinmal wieder geschockt vom Preis: 1,79€ pro Rolle. Da haben mein Freund und ich geschluckt. Aber die Inhaberin des Ladens ist wirklich nett und hat uns gleich aufgeklärt: Auf der „Wunderrolle“ sind statt 150 Blätter 700 Blätter. Mit viel hin und her rechnen kommt man so also auf einen vergleichbaren Betrag. Kauft man bei dm ein Recycling-Papier, dann kosten da nach eigenen Angaben 100 Blatt 20 Cent ( https://www.dm.de/haushalt/papierartikel/toilettenpapier/). Teilt man 179 Cent durch 7 kommt man auf 25 Cent und das ist doch durchaus ein tragbarer Unterschied für ein Klopapier, das wirklich zu 100% aus recycling-Papier besteht (muss ja bei anderem handelsüblichem Klopapier nicht sein) und nicht verklebt ist. Wir haben uns jetzt mal 2 Rollen mitgenommen und werden jetzt mal Buch darüber führen, wie lange wir brauchen um die 8 Rollen, die wir letzten Montag gekauft haben zu verbrauchen und wie lange uns die zwei Wunderrollen halten. Ich werde berichten!

Außerdem habe ich mir noch eine kleine süße Zahnbürste aus Bambus gekauft. Sie ist deshalb klein und süß, weil nur noch die Kinderzahnbürste vorrätig war 🙂 Aber das macht mir gaaaar nix. Ich habe ein weiteres Problem gelöst. Zwar auch wieder etwas teurer gelöst, als auf die herkömmliche Art, aber da muss noch der Langzeittest zeigen, was diese Zahnbürste her gibt. Sobald ich sie in Betrieb nehmen werde, meine jetzige macht es noch ein wenig, dann gibt es auch dazu einen gesonderten Beitrag in dem ich dann auch vorhabe zu resümieren, ob mir die Bambuszahnbürste ihr Geld wert ist, oder ob ich da auf einen „Hippienap“ rein gefallen bin.

Welche Erfahrungen macht ihr denn geldtechnisch mit plastikfreien Einkäufen?

Eco Brotbox

Gleich vorneweg: Ich bekomme absolut nichts dafür, wenn ich hier Produkte vorstelle. Nicht von einem online-shop, nicht von den Herstellern oder sonst jemand. Ich mache das nur, um alle an meiner großen Freude teilhaben zu lassen und vielleicht die Augen ein wenig für Alternativen zu öffnen.

Ich habe nämlich mal wieder eine neue kleine Liebe gefunden. Diesmal eine Brotbox. Ich habe noch immer meine alten Plastikdinger, die ich ja nicht gleich weg werfen wollte. Hätte ja dann gleich mal noch mehr Müll produziert. Aber mir wird bei dem Gedanken an die schädlichen Inhaltsstoffe vom Plastik schlecht, vor allem die Phtalate gruseln mich, und es ist ja auch erwiesen, dass diese in die Lebensmittel und sogar in die Luft übergehen übergehen. Eine kurzen, schönen, knackigen Artikel dazu hat Utopia veröffentlich.

Utopia: Plastik – Die unvermeidliche Gefahr im Alltag?

Jetzt aber mal zurück zu meiner neuen kleinen Liebe: Der Eco Brotbox.

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Dank ihr freue ich mich jetzt richtig darauf, mir einen Milchreis zu kochen, ihn in eine der drei Kammern zu füllen und mit in die Uni zu nehmen. Endlich mit einem guten Gewissen etwas Gutes in der Uni oder Arbeit essen. Manchmal, da kann es so leicht und so schön sein, auf Plastik zu verzichten.

Bestellen kann man dieses tolle Box in plastikfreien Shops, wie monomeer, direkt auf der Website der Ecoboxen (da hat man auch die größte Auswahl an Boxen, Flaschen, etc.) oder aber auch schon in manchen unverpackt-Läden. Die Plastikfreie Zone in München zum Beispiel hat sie im Sortiment.

Zero-Waste Creme fraîche

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Wie bereits in meinem letzten Beitrag angekündigt, habe ich diese Woche Creme fraîche selbst hergestellt.

Dass es diese absolut nicht ohne Pfand zu kaufen gab, war mir schon lange ein Dorn im Auge. Aber – wie ein guter Freund von mir gerne sagt – „Darfsch kei‘ Depp sein!“ Und dank des Internets und vieler anderer toller Blogs bin ich innerhalb von Minuten auf die Lösungsformel gestoßen:

100g Sahne + 1 EL Buttermilch = Creme fraîche

So leicht! Beides bekommt man in Glasflaschen, sogar als Pfandflasche. Für die Buttermilch musste ich zwar extra in einen Biosupermarkt, den Rest werde ich aber eingefrieren und habe damit immer welche auf Vorrat.

Zur Zubereitung: Auf jeweils 100g Sahne kommt ein Esslöffel der Buttermilch. Dann einfach noch verrühren und an einem schön gleichmäßig warmen Ort stehen lassen. Je nach Temperatur dauert der Eindickungsprozess ein wenig und man sollte der Creme seine Zeit geben. Wie meistens muss man auch hier ein wenig Organisationstalent haben und ein bisschen im Voraus planen. Ich betone das deshalb so, weil ich meiner Creme fraîche leider etwas zu wenig Zeit gelassen habe und sie nach schon 15 Stunden in den Kühlschrank geräumt habe. Ich wollte sie einfach nicht auf dem Esstisch stehen lassen, bis ich aus der Arbeit wieder komme. Hätte ich aber wohl besser sollen, so ist sie leider noch etwas flüssig und während sie wohl normalerweise im Kühlschrank noch nachdickt, dickt meine Creme fraîche nur wenig nach.

Trotzdem habe ich gestern meine Kürbissuppe damit verfeinert und sie war köstlich! Viel besser als die fertig gekaufte.

Plastikfrei einfrieren

Ich friere gerne ein. Alles, was ich nicht auf einmal verputzen kann, Gemüsereste und sogar manchen Biomüll (Schalen von allem möglichem -nur nicht von Kartoffeln- und Petersilienstiele zum Beispiel) friere ich ein, um dann später daraus einen Fond zu ziehen. Und obwohl das viele nicht wissen, ist dazu kein Plastik notwendig.

Gemüse in Stücken kann einfach so in ein Glas, das auch zum Einwecken verwendet werden könnte, gefüllt werden und ins Gefrierfach gegeben werden. Nur Auftauen sollte man das Gefriergut nicht zu schnell, da kann das Glas dann platzen, aber geschnittenes Gemüse dehnt sich nicht viel aus beim Einfrieren und kann dieses Bisschen aber in die natürlich vorhandenen Luftlöcher, die beim losen Einfüllen entstehen, tun.

Vorsichtiger muss man bei flüssigem Gefriergut sein. Da sollte man maximal 2/3 des Glases befüllen und am besten ein Glas mit einem möglichst großen Durchmesser benutzen. Also lieber klein und dick als lang und schlank und auch hier dem Eingefrorenen beim Auftauen Zeit lassen, dann wird alles Gut.

Beachtet man diese beiden wirklich nicht schwierigen Dinge, kann plastikfrei eingefroren werden was das Zeug hält und es muss noch weniger weggeworfen werden, da Reste in die Gefriere wandern.