Schupfnudeln, Spätzle, Gnocchi und Co.

Vorwarnung! Dieser Beitrag ist nichts für Kohlehydratvermeider. Ich für meinen Teil, ich kann nicht ohne Kartoffeln, Nudeln und Pizza. Vor allem vom Schupfnudeln und Spätzle kann ich nicht genug bekommen. Vielleicht schlägt da einfach meine schwäbische Heimat ganz deutlich durch. Natürlich macht es die Industrie einem heute leicht und man kann sich mal schnell Krautschupfnudeln in die Pfanne schmeißen. Man kann sie aber auch selber machen und ganz nebenbei einige Fliegen mit einer Klappe schlagen: Natürlich spart man sich die unnötige Plastikverpackung, meistens benötigt man nur Kartoffeln, Eier und Mehl. Für mich schon mal ein großer Pluspunkt. Außerdem weiß ich dann genau, was in meinem Essen ist. Wenn Nudelhersteller schon ganz stolz damit werben, dass die von ihnen verwendeten Eier aus Bodenhaltung seien, dann ist mir selber gemacht mit Eiern von glücklichen Hühnern definitiv lieber. Günstiger ist das ganze auch und man kann schon mächtig Eindruck machen. Zugegebenermaßen muss man ein wenig Zeit opfern und das ist nicht das schnelle Essen, dass man sich mal eben in die Pfanne haut. Solltet ihr jetzt trotzdem Lust haben zu kochen, dann sind hier mal meine Basic Rezepte, jeweils für 4 Portionen:

Spätzle:

  • 500g Mehl
  • 4 Eier
  • Salz
  • Mineralwasser nach Gefühl

Die Zutaten alle vermischen. Wichtig und alte schwäbische Tradition ist, dass hier nur ein Holzlöffel verwendet werden darf. Ich für meinen Teil halte mich da akribisch dran 🙂 Mehl, Eier, die Prise Salz verschlagen und solange Mineralwasser zufügen, bis der Teig eine gute Konsistenz hat. Er sollte kein harter Klumpen mehr sein, aber auch nicht zu flüssig. Sonst rinnt er einfach durch den Spätzlehobel. Ordentlich Wasser zu kochen bringen, salzen und den Teig mit einem Spätzlehobel oder noch besser einem Spätzlebrett ins kochende Wasser schaben. Kurz kochen lassen, abschöpfen und in kaltem Wasser abschrecken oder gleich essen.

Schupfnudeln:

  • 800g mehlig kochende Kartoffeln
  • 3 Eigelb
  • ca. 9 EL Mehl
  • Salz, Muskat

Die Kartoffeln mit Schale weich kochen und anschließend auskühlen lassen. Die erkalteten Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse jagen, wenn man denn eine hat. Ich habe keine und zerdrücke sie deshalb mit den Händen. Geht auch gut. Die Kartoffeln mit Eiern, Mehl und Gewürzen zu einem glatten und nicht klebrigen Teig verkneten. Anschließend dünne Rollen auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus dem Teig formen und ca. 5cm lange Stücke abschneiden. Diese werden dann in die klassische Schupfnudelform gebracht, dazu einfach die Enden dünner rollen. Die fertigen Schupfnudeln dann in kochendem Salzwasser garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Jetzt müssen sie kurz abtropfen, bevor sie in der Pfanne ihre schöne goldbraune Farbe bekommen.

Gnocchi:

Weil ich gerade heute Gnocchi mach und so überhaupt erst auf den Beitrag komme, hier ein Foto:

gnocchi

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100g feiner Hartweizengrieß
  • 2 Eigelb
  • ca. 250g Mehl
  • Salz, Muskat

Wie bei den Schupfnudeln die Kartoffel kochen, auskühlen, schälen und stampfen/pressen. Dann mit den Eigelb, dem Grieß und den Gewürzen verkneten. So viel Mehl zugeben, bis der Teig nicht mehr klebt. Dann auch hier den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu Würsten ausrollen, diesmal allerdings ein wenig dicker. Mit einem Messer ca. 1cm breite Scheiben abteilen und diese mit einer Gabel in die typische Gnocchiform drücken. In kochendem Salzwasser garen, bis sie oben schwimmen.

Wie man auf dem Foto sehen kann, experimentiere ich bei den Gnocchi gerne und gebe Karotten, Petersilie, Petersilienwuzel oder Pastinake mit unter die Kartoffelmasse. Da sind der Phantasie dann keine Grenzen gesetzt. Meine Schupfnudeln und Spätzle mag ich lieber klassisch. Schwabe eben!

Ich hoffe, ich konnte mal wieder einen kleinen Anreiz geben, nicht nur die Fertigprodukte zu nehmen und wieder ein wenig zum Ursprung zurück zu gehen. Gutes Gelingen!

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Und damit wandert dieser Artikel jetzt auf die grüne Blogparade {EiNab} für den Februar auf foolfashion.de

 

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5 Gedanken zu “Schupfnudeln, Spätzle, Gnocchi und Co.

  1. Ach, an Schupfnudeln kommt echt nix ran. Die sind sooo lecker!
    Und ich liebe es, wenn mein Mann Spätzle mit Linsen macht – natürlich mit selbstgemachten Spätzle, is ja klar…
    LG Zora

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